"Ich habe in der Zeit so viel Verständnis, so viel Menschlichkeit vonseiten der Personalabteilung erlebt, dass ich nun, ohne zu übertreiben behaupten kann, meine Arbeitsstelle sei für mich auch der Ort, wo ich mit persönlichen, scheinbar unlösbaren Problemen getrost kommen und Hilfe erfahren kann."

Geschichte zur #Familienfreundlichkeit bei der WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG AG

Im Februar dieses Jahres erhielt ich einen Anruf aus meiner Heimat. Meine Eltern, seit 23 Jahren dort alleine, ohne andere nahe Verwandtschaft lebend, seien krank. Mein Vater schwer und deshalb würde er bereits ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Unsere Familiengeschichte hatte dafür gesorgt, dass ich die einzige Tochter von insgesamt zwei bin, die imstande ist, mit ungeminderter physischer Kraft die Aufgaben, die auf uns nun zukamen, zu erledigen. Niemand sonst war mehr da, die diesen Verpflichtungen nachkommen konnte.
Ohne mehr Einzelheiten über den Zustand meiner Eltern zu wissen, als die Mitteilung, dass sie mich dringend brauchten, fuhr ich nachhause.
Nicht nur die Ungewissheit über den weiteren Verlauf und die schlimmen Befürchtungen setzten mir sehr zu. Sondern auch die Tatsache, dass ich bei meiner Arbeitsstelle nicht im Voraus sagen konnte, wie lange meine Abwesenheit dauern würde.

Ich arbeite seit 14 Jahren bei der Wiener Städtischen Versicherung und in all den Jahren konnte ich meine Abwesenheiten rechtzeitig bekannt geben und diese mit meinem Team besprechen, sodass die Abteilung immer ohne zusätzliche Belastung funktionieren konnte.
Nicht so diesmal. Es war mir sehr unangenehm, die Arbeit stehen und liegen lassen zu müssen, obgleich die Prioritäten für mich ganz klar waren. Die Geschichte dessen, was folgte, ist lang und ähnelt sicherlich vieler anderen Erfahrungen, die jeder von und gemacht hat oder irgendwann im Leben durchstehen wird müssen.

Ich habe in der Zeit so viel Verständnis, so viel Menschlichkeit vonseiten der Personalabteilung erlebt, dass ich nun, ohne zu übertreiben behaupten kann, meine Arbeitsstelle sei für mich auch der Ort, wo ich mit persönlichen, scheinbar unlösbaren Problemen getrost kommen und Hilfe erfahren kann.
Dank der großzügigen Lösung für meine Abwesenheitstage konnte ich ohne auch noch vom existentiellen Kummer begleitet zu werden, meinen Kampf um das Leben meines Vaters gezielt führen. Wie ich diesen verlor, konnte ich in Ruhe und mich meiner Trauer widmend, Abschied von ihm nehmen.
Genauso ist mir ermöglicht worden, die weiteren Aufgaben zu erledigen, die der Zustand meiner Mutter erforderten. Aus diesem Kampf bin ich als Siegerin ausgegangen und trotz der Erinnerung an den Vater, der uns die Tage mit seiner sprudelnden Lebensfreude nicht mehr erhellen kann, sind wir glücklich, als kleine Familie zusammengehalten und alles in unserer Macht stehende in dieser belastenden Zeit geleistet zu haben.

In machen Situationen erfährt man die Worte, die einem zur Verfügung stehen, als viel zu dünn, zu schwach, um eine Emotion zu äußern. So wie ich jetzt, wo ich versuche, die passenden zu finden, um meiner Dankbarkeit Ausdruck zu verleihen.
Diese Worte gibt es nicht und auch wenn ich sie erfinden würde, wären diese nur für diejenigen verständlich, die die ganze Geschichte kennen.

Deshalb möchte ich mich mit ganz normalen Worten beim Herrn Direktor Bilek vom Herzen bedanken, dessen empathischen und diskreten Umgang mit persönlicher Not ich aus unmittelbaren Nähe kennen und schätzen lernen durfte. Auch vor seiner Großzügigkeit verbeuge ich mich so tief, wie es sich gehört, wenn man eine berührende menschliche Größe vor sich hat.

Ja, die Worte haben manchmal zu wenig Kraft. Verzehnfachen Sie meinen letzten Absatz. Oder lesen Sie ihn, als ob Sie meine Not erlebt hätten….vielleicht klappt es dann, deren wahres Gewicht zu empfinden.

Maßnahmen

Für Unternehmen wird es in Zukunft immer wichtiger werden, gute MitarbeiterInnen zu finden und zu halten – und dabei zählt der Faktor Familienfreundlichkeit immer mehr. Motivierte Leute sind für jedes Unternehmen ein Gewinn und familienfreundliche Maßnahmen tragen erheblich zur Motivation bei. Die unkomplizierte Vereinbarkeit von Familie und Beruf macht MitarbeiterInnen zufriedener und erzeugt mehr Arbeitsfreude. Um das noch mehr zu fördern, haben wir uns gerne dem Audit unterzogen, um Verbesserungsbedarf zu erkennen und unser Angebot zu optimieren. Es freut uns sehr, dass sich gezeigt hat, dass unsere MitarbeiterInnen mit dem Angebot der Wiener Städtischen schon jetzt hoch zufrieden sind. Mit der Umsetzung der zusätzlichen Maßnahmen runden wir unser Portfolio ab.

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