Cornelia Bründlinger

„Ich hatte wohl noch nie so einen guten Chef wie jetzt“

Cornelia Bründlinger

Fachassistentin

Cornelia Bründlinger's Geschichte zur #Familienfreundlichkeit

„Ich hatte wohl noch nie so einen guten Chef wie jetzt“, sagt Cornelia Bründlinger. Und sie hat den Vergleich. Nach Abschlüssen in Soziologie und Kommunikationswissenschaften startete sie ihre Laufbahn als Personalentwicklerin, noch vor den Wiener Stadtwerken. Vor der Karenz arbeitete sie in den vergangenen Jahren in der Abteilung HR-Strategie der Konzernleitung der Wiener Stadtwerke. Nun ist die gebürtige Salzburgerin seit einem Jahr als Fachassistentin des Geschäftsführers 30 Stunden teilzeitbeschäftigt, verantwortlich für die Bereiche Personal, IT und Kommunikation. Wie es dazu kam, sei schon eine spannende Geschichte, sagt Bründlinger: „Ich war in Karenz, als meine damalige Abteilung aufgelöst wurde.“ Schon zu dieser Zeit wurde sie von ihrem späteren Chef zu einem Gespräch über ihre berufliche Zukunft eingeladen. Eine ungewöhnliche Sache, quasi ein Karrieresprung in der Karenz.

Doch von Anfang an war klar, dass die Übernahme eines Assistenz-Postens auf Geschäftsführungsebene nur in Teilzeit gehen würde, schließlich war ja ein Baby zuhause. Auf die
Frage, ob denn sowas in der Position überhaupt möglich wäre, kam die Antwort: „Alles ist möglich, wenn man will.“ Mit viel Wertschätzung kam zum Ausdruck, dass gute Leute gebraucht werden. Und dass es dann weniger eine Rolle spielt, ob Frau oder Mann oder Kinderbetreuung oder nicht. „Es geht bei uns darum, ob man jemandem den Job zutraut“, ist Bründlinger überzeugt. „Der Rest ist, die Arbeit so zu gestalten, dass das möglich ist“. Da geht es auch um Details wie Pünktlichkeit bei Terminen – hier ist hohe Flexibilität gefragt, für alle Beteiligten. Bründlinger arbeitet von Montag bis Donnerstag, Freitag ist frei. „Wir haben Gleitzeit, das heißt, ich kann meine Arbeitszeit in einem gewissen Rahmen frei definieren. Da ist es dann auch kein Problem, wenn die Kleine einmal etwas länger braucht zum Zähneputzen.“ Oder wenn die Mama zum Beispiel beim Laternenfest im Kindergarten dabei sein soll.
Die Betreuung der dreijährigen Olivia ist zwischen den Eltern gut organisiert: Kindergarten ist Alltag, eine Leihoma unterstützt und springt auch ein, wenn wichtige Termine wie Workshops doch einmal an einem Freitag stattfinden. Das Team spielt sehr gut mit. „Das heißt zum Beispiel, dass man die Termine für mich angepasst hat.
Wir haben so gut wie alle Meetings auf den Vormittag verlegt.“ Und wenn sie einmal doch nicht dabei sein kann, übernehmen die KollegInnen ihren Part und berichten danach. „Wir halten da zusammen“, sagt Bründlinger. Die Freizeit werde respektiert, sie werde nicht mit E-Mails bombardiert, auch wenn es ganz normal sei, auch an einem freien Tag die Mails zu checken. „Es ist ein Geben und Nehmen“, sagt Cornelia Bründlinger, „da die Firma so gut auf mich schaut, tue ich das gerne auch fürs Unternehmen.“