Robert Hufnagel

"Wir sind unterschiedliche Persönlichkeiten, mit jeweiligen Stärken und Schwächen, müssen aber das Setting schaffen, um gemeinsam voranzukommen."

Robert Hufnagel

Senior Manager TAS

Flexibles Arbeitsmodell: Vereinbarkeit von Sport und Beruf in einem Vollzeitmodell

Wie erreichen Sie eine ausgewogene Life Balance im Alltag?
Rudern ist meine große Leidenschaft, der ich seit beinahe 30 Jahren nachgehe, in unterschiedlichen Intensitäten. Ich praktiziere es nach wie vor fast jeden Morgen, bei fast jedem Wetter, und das stattet mich mit der Energie aus, um die Herausforderungen im Job zu bewältigen. Ich stehe morgens sehr zeitig auf und verlasse das Haus gegen 6 Uhr. Um 6:30 Uhr treffe ich mich mit meiner Mannschaft, um dann gemeinsam rudern zu gehen. Ich komme nach dem Rudertraining und einem schnellen Kaffee gegen 8:30 Uhr ins Büro, bin dann natürlich voller Energie, und das überträgt sich auch auf die Kollegen. Das ist für mich ein ganz wesentlicher Ausgleich zum Arbeitsalltag. Neben dem Seiteneffekt der körperlichen Fitness, ist es für mich ein ganz wesentlicher mentaler Ausgleich: eine Tätigkeit, der man sehr konzentriert nachgeht abseits der Arbeit.
Wie haben Sie Ihr Life Balance-Modell kommuniziert und welche Reaktionen erleben Sie darauf?

Ich habe meine Life Balance im Grunde genommen schon im Interview kommuniziert. Das ist ein wesentlicher Bestandteil meines Lebens. Und es vor Anbeginn klar, dass mir das Rudern als Ausgleichssport sehr wichtig ist und ich es weiterhin sehr aktiv betreiben würde. Die Reaktionen auf meinen Ausgleichssport sind durchweg positiv. Einerseits ist es immer ein super Gesprächseröffner, auch mit Mandanten. Die Mitarbeiter zollen eine gewisse Art von Respekt dafür und es soll auch ein Signal an die Mitarbeiter sein, abseits der Arbeit einem Hobby nachzugehen.
Wie helfen Ihnen die Erfahrungen aus dem Rudersport in der täglichen Arbeit?
Aus dem Rudersport kann ich sehr viel mitnehmen für mein Team hier bei EY. Im Rudersport ist es so, dass wir eine Vielzahl unterschiedlicher Persönlichkeiten in einem Boot zusammenfassen, aber ausgerichtet sind auf ein Ziel. Wir müssen unsere Bewegungen aufeinander synchronisieren, um gemeinsam dieses Ziel zu erreichen. Im Arbeitsleben ist es genauso: wir sind unterschiedliche Persönlichkeiten, mit jeweiligen Stärken und Schwächen, müssen aber das Setting schaffen, um gemeinsam voranzukommen.
Wie gehen Sie mit Anfragen zu Flexibilität und Life Balance aus Ihrem Team um?
Ich versuche die Kollegen ganz aktiv dabei zu unterstützen, weil ich es sehr wichtig finde, dass jeder einen Ausgleich hat. Wenn Kollegen auf mich zukommen, weil sie z. B. früher nach Hause gehen wollen, um einer bestimmten Tätigkeit nachzugehen, wird es dafür von mir, soweit möglich, kein „Nein“ geben.
Ich sitze mit meinem Team in einem Zimmer, d.h. ich habe die Kollegen auch immer im Blick. Jeder von uns ist anders und hat andere Bedürfnisse. Ich versuche genau zu beobachten, wie es dem Einzelnen gerade geht und ob er Freiräume braucht. So es mir möglich ist, gehe ich dann darauf ein und versuche die Projekte so zu strukturieren, dass jeder mit seinem Workload auch umgehen kann.
Sehen Sie spezielle Herausforderungen im Umgang mit Flexibilität bei Ihrem Job bei EY?
Die Transaktionsberatung per se ist sehr intensiv. Jeder Kollege, der hier beginnt, ist sich bewusst, dass wir Zeiten mit hoher Arbeitsbelastung haben. Gleichzeitig, wenn ein Projekt abgeschlossen ist, versuchen wir auch wieder Freiräume zu schaffen, um einen Ausgleich darzustellen. Jüngere Kollegen haben auch die Möglichkeit Zeitausgleich zu nehmen, um in Phasen, in denen es ruhiger ist, sich auch wieder zu erholen.
Haben Sie einen Tipp für Kollegen, die gerne etwas mehr Flexibilität in den Arbeitsalltag integrieren möchten?
Mein Tipp für Kollegen ist keinerlei Scheu zu haben, auf den Vorgesetzten zuzugehen, um diese Life Balance zu diskutieren. Ich denke, es wird immer die Bereitschaft geben auf individuelle Bedürfnisse einzugehen.
Wie profitiert aus Ihrer Sicht auch EY von Flexibilität?
Wenn es uns gelingt, den Ausgleich zu schaffen, dann wird es uns auch gelingen, die Mitarbeiter lange im Unternehmen zu halten und dass sie ihre volle Energie hier einbringen können. Am Ende des Tages ist es eine Win-Win-Situation für alle Parteien: für den Mitarbeiter, der seinen Interessen nachgehen kann außerhalb des Jobs, und für EY, das Mitarbeiter hat, die ihr volles Potenzial hier entfalten können.

Maßnahmen

Die Begleitung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unterschiedlichen Lebensphasen ist für uns als Unternehmen von sehr hoher Bedeutung, dementsprechend haben wir bereits zahlreiche Maßnahmen ergriffen und umgesetzt. Mit der Zertifizierung berufundfamilie möchten wir auch nach außen sichtbar machen, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie ein offener und wertschätzender Zugang zentrale Werte in unserer Organisation darstellen, an denen es beständig und auf unterschiedlichsten Ebenen zu arbeiten gilt! Das Audit berufundfamilie stellt daher einen weiteren Schritt hinsichtlich unserer Zielsetzung „Building a better working world“ dar.

  • Gleitzeit
  • Zahlreiche Teilzeitvarianten
  • Möglichkeiten Arbeitszeiten zu blocken, um mehr Freizeit bspw. in der Ferienzeit zu ermöglichen
  • Flexibilität hinsichtlich Arbeitsort und Arbeitszeit
  • Modernste Infrastruktur und Arbeitsmittel für mobiles Arbeiten
  • Karenzmanagement, inkl. Wiedereinstiegsplanung und –gesprächen sowie Aufrechterhalten des Kontakts während der Karenz (Einladung zu Weihnachtsfeier, Teammeetings, etc.)
  • Arbeiten in Teams – Erleichterung von kurzfristigen Vertretungen
  • U.v.m.
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KiBiS Work-Life Management GmbH