Katja Huebser

„Weil alle an einem Strang ziehen!“

Katja Huebser

Bildungsconsulting

Katja Huebser's Geschichte zur #Familienfreundlichkeit

Dass der Wiedereinstieg ins Arbeitsleben nach meiner Babypause kein Zuckerschlecken sein würde, war mir schon klar. Aber ich wollte ihn unbedingt. Nicht weil ich die Zeit mit meinem Kind nicht genossen hätte- das Lachen (und auch Weinen), das Herumtoben und Spielen an der frischen Luft – aber das konstruktive Miteinander im Team, die kleinen Erfolge im Berufsalltag und die Freude über das gemeinsam Erreichte, das hat mir schon gefehlt!
Mit Spannung, Vorfreude, aber auch ein paar kleiner Bedenken bin ich nach einem Jahr bei meinem Sohn Oskar in meinen neuen Aufgabenbereich gestartet. Mit viel Kaffee habe ich versucht den Schlafmangel – ich habe ein recht nachtaktives Kind – auszugleichen und habe auch rundherum viel Unterstützung erfahren.

Ich habe das Glück, auf ein wunderbares Netzwerk in der Familie zurückgreifen zu können. Ich weiß mein Kind wohlbehütet und bestens versorgt bei seinen Großeltern und kann so im Büro voll bei der Sache sein, ohne ständig nachfragen zu müssen, ob eh alles passt daheim. Mein Team weiß das zu schätzen und gesteht mir dafür vielleicht auch lieber die Flexibilität zu, die ich für die Erfüllung meiner 25 Wochenstunden brauche. Es ist nicht selbstverständlich, dass bei der Planung von Besprechungen immer Rücksicht auf alle genommen wird – gerade in einem Team wie unsrem mit gleich mehreren Teilzeitkräften. Doch vor allem die Gleitzeit für meine Präsenzzeiten sowie die Möglichkeit, einen Teil meiner Aufgaben in Telearbeit zu leisten, hilft mir sehr dabei den Spagat zwischen Familie und Beruf zu schaffen. Ich kann also arbeiten, wenn mein Mann zu Hause ist oder mein Kind mal schläft. So muss ich die Omis nicht überstrapazieren, solange mein Kind noch so klein ist. Und sobald es soweit ist, sich unter Gleichaltrigen zurecht zu finden, kann ich mit der betrieblichen Kinderkrippe auf eine gute Unterstützung in der Betreuung zurückgreifen. Dieser Gedanke nimmt mir auch viel Druck oder Sorgen, wenn ich daran denke, dass meine Familie etwa durch Krankheit oder einen Unfall mal nicht mehr so stark für uns da sein sollte.
Ganz wichtig für einen leichteren Einstieg finde ich Möglichkeiten und Gelegenheiten während der Karenz, den Kontakt zu Kollegen und auch zum Unternehmen zu halten. Durch den Zugang zum Intranet oder der Teilnahme an einer Mitarbeiterbefragung hatte ich das Gefühl, noch immer dazuzugehören und weiterhin an den Ereignissen und Neuerungen im Unternehmen teilzuhaben, auch wenn ich grad nicht vor Ort war.
Nicht jeder Tag war leicht: die Aufgaben daheim werden ja nicht weniger, wenn man arbeiten geht. Aber ich finde, das erste Jahr ist uns schon mal gut gelungen! Und das war nur möglich, weil alle an einem Strang ziehen – die Familie, der Arbeitgeber und ich selbst natürlich auch.

Maßnahmen

Unsere Mitarbeiterbefragung ergab, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben in den unterschiedlichsten Ausprägungen ein zentrales Thema unserer Organisation darstellt. Das Audit berufundfamilie schien uns daher ein gutes Instrument und sinnvolle Konsequenz, um uns in professioneller Begleitung über längere Zeit diesen Herausforderungen zu stellen. Wichtig war uns von Beginn an, mit diesem Projekt nicht nur „klassische“ Familien in unserem Unternehmen anzusprechen, sondern verschiedenste Lebenswelten unserer Belegschaft mit einzubeziehen. Mit der Teilnahme wollen wir einerseits als attraktiver Arbeitgeber bei unseren bestehenden und potenziellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gelten und andererseits als Unternehmerkammer für unsere Unternehmen als gutes Vorbild voran gehen.

  • Große Flexibilität bei Wiedereinsteigerinnen in punkto Arbeitszeitausmaß, Verteilung und Telearbeit
  • Gleitende Arbeitszeit
  • Kinderferienbetreuung in den Sommermonaten
  • Mitarbeiterveranstaltungen auch für karrenzierte MitarbeiterInnen
  • Väterkarenz
  • Altersteilzeit
  • Diverse gesundheitsfördernde Maßnahmen wie z.B. Betriebsarzt, frisches Obst, Unterstützung bei Bedarf an psychotherapeutischer Betreuung, Pilates, Gruppenkrankenversicherung, u.v.m.
  • Umfassende Mitarbeiterinformation durch Intranet, Veranstaltungen und Newsletter
  • Vielfältiges Aus- und Weiterbildungsangebot
  • Paten für neue MitarbeiterInnen
  • Mitarbeiterbefragungen
  • Moderne Arbeitsplatzausstattung
  • Dachterrasse als Ort der Begegnung
  • Fahrtkostenzuschuss
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Grundzertifikat

2015

Zertifizierung bis

2018

Auditor

Dagmar Reuter MSc