Sabine Scharf

"Es war meine bewusste Entscheidung, nach einem Jahr Karenz wieder zurückzukehren. Ich bin sehr froh darüber, dass mir diese Möglichkeit und auch die absolut notwendige Flexibilität hier zugestanden wurden."

Sabine Scharf

Abteilungsleiterin Konzernpersonalentwicklung

Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch in Führungsposition kein Problem.

Sabine Scharf lebt vor, dass Familie und Job auch in einer Führungsposition gut zusammen gehen – wenn die Selbstorganisation stimmt und der Arbeitgeber mitspielt. „Ich leite den Bereich der Konzernpersonalentwicklung in der Konzernleitung. Wir verantworten die Gestaltung und Umsetzung von konzernweiten Angeboten in den Bereichen Ansprache, Auswahl und Entwicklung von unseren (künftigen) MitarbeiterInnen“, fasst Scharf ihre Aufgaben zusammen. Das geht bei den Wiener Stadtwerken auch in Teilzeit, konkret sind es 34 Stunden pro Woche – auch dank ihres tollen Teams, wie Sabine Scharf betont.

Sabine Scharf ist glücklich in ihrem Beruf, aber „auch superstolze Mama“ des demnächst fünfjährigen Maximilian. „Es war meine bewusste Entscheidung, nach einem Jahr Karenz wieder zurückzukehren. Ich bin sehr froh darüber, dass mir diese Möglichkeit und auch die absolut notwendige Flexibilität hier zugestanden wurden“, erzählt Scharf. Am Anfang war für sie die Gewissheit, dass der Sohn gut betreut ist, das Wichtigste. „Wobei ich auch zugeben muss, dass in den ersten Monaten zurück im Büro auch das Loslassen für mich wirklich hart war“, sagt sie schmunzelnd. Nach und nach habe aber dann auch echte Freude, wieder arbeiten und gestalten zu können, überwogen. „Und wieder wegzukommen von der Babysprache, vom Bagger spielen und Feuerwehrmann Sam“, sagt Sabine Scharf lachend.

Einschränkungen für die Tätigkeit gibt es in geringem Maße, der kleine Maxi muss halt um 16 Uhr vom Kindergarten abgeholt werden. „Einen Tag in der Woche holen meine Eltern ihn ab – das ist dann mein langer Tag“, erzählt sie. „Zum Glück sind sie flexibel und gemeinsam mit befreundeten anderen Eltern haben mein Mann und ich ein tolles Netzwerk, das helfen kann.“ Und: Früher gehen zu müssen hat ihre Arbeitsgestaltung verändert, in eine effizientere Richtung, so Scharf. „Prioritäten laufend setzen, das ist extrem wichtig – außerdem kann manches kann auch bis morgen warten, die Welt geht nicht immer gleich unter …“.  Zum Beispiel wenn Sabine Scharf einen Termin verschieben kurzfristig absagen muss, weil Maxi beim Rutschen mit den Zähnen gebremst hat. Und ihm die Mama dann regelmäßig versichern muss, dass die Zähne noch da sind …