Mag. Lucia Hasler

„Als mein Mann die Väterkarenz beendete und ich in die Mutterkarenz zurückkam, hat mein älterer Sohn in den ersten Tagen oft „Papa“ zu mir gesagt. Es war ganz selbstverständlich für ihn …“

Mag. Lucia Hasler

MAMA WERDEN. IM JOB BLEIBEN.

Er: „In der Väterkarenz habe ich null Stress gehabt.“
Sie: „Weil den Haushalt nach der Arbeit ich gemacht habe.“
Er: „Auch wieder wahr.“

Lucia und Robert Hasler sind ein ganz normales Paar mit ihren beiden Kindern, Jonathan und Jacob. Gemeinsam mit der Sparkasse haben sie einen ganz besonderen Weg gefunden, um Arbeit und Familie zu verbinden.

Lucia arbeitet seit nunmehr 10 Jahren als Spezialistin für Personalentwicklung bei der Sparkasse Niederösterreich Mitte West AG. Sie ist zwei Tage/Woche im Büro, den Rest erledigt sie im Homeoffice.
Erinnerungen an ihren ersten Arbeitstag bringen Lucia zum Strahlen: „Ich bin am Abend heimgegangen und habe gewusst: Hier will ich arbeiten!“ – Warum? Begriffe wie „Wertschätzung“ und „auf Augenhöhe“ fallen.

„PUH, JETZT KRIEG ICH EINEN STRESS …“

Zweieinhalb Jahre bei der Sparkasse, wurde Lucia schwanger. Der Zeitpunkt war so ungünstig wie er eigentlich immer ist: Sie hatte Pläne da und dort, war eingedeckt mit Projekten. Dann tat sie in eigener Sache, was sie als Personalistin gelernt hatte: analysierte die Optionen. Wog mit ihrem Vorgesetzten, Personalchef Gerhard Übelacker, Pros und Contras ab. Und hatte am Ende eine Lösung, mit der ihr die zweite Schwangerschaft vier Jahre später schon wesentlich weniger Stress bescherte: Weil das Modell sich bereits bewährt hatte.

Bei beiden Kindern nimmt sie jeweils nach dem Mutterschutz den beruflichen Faden wieder auf: Sie ist während der Karenz telefonisch für die Kollegen erreichbar. Zwei Monate arbeitet sie voll, während Ehemann Robert die Väterkarenz nutzt. Anschließend schöpft sie die restlichen fünf Karenz-Monate aus.
Vor der Geburt ihres zweiten Sohnes – und mittlerweile wieder – hat sie ihren Einsatz sukzessive von 60 % auf rund 80 % einer Vollbeschäftigung gesteigert.

Ehemann Robert ist Baggerfahrer – spezialisiert auf sensible Abbrucharbeiten auf Baustellen – war in seiner Branche mehr die Ausnahme, als er zwei Mal die Väterkarenz in Anspruch nahm. Dabei fällt sein Resümee geradezu ergreifend positiv aus: „Es war die schönste Zeit meines Lebens.“

Reden, Abstimmen und Vernetzen sind die Elementar-Zutaten, damit moderne Work-Family-Modelle wie bei den Haslers und der Sparkasse gelingen.

Die Tagesmutter wohnt nur zwei Häuser weiter. (Glücksfall!) Roberts Mama unternimmt viel mit den Kindern. Lucias Mama ist unverzichtbares „last resort“ bei einer Erkrankung der Kinder und ähnlichen Kataströphchen des Alltags. Und alle sind so beweglich und geduldig, wie das eben notwendig ist in einem System, das um Berufstätige und Kinder herum gebaut ist.

WIR ARBEITEN NICHT FÜR DIE SPARKASSE. WIR SIND DIE SPARKASSE.

„Dieser Vertrauensbeweis meines Arbeitgebers hat mich so motiviert. Und wir haben so viel gewonnen …“, sagt Lucia. Dass die Kinder die Mama haben – und die Mama dabei ihren erfüllenden Beruf weiterleben kann: „So etwas funktioniert nur, wenn der Arbeitgeber und der eigene Vorgesetzte voll dahinterstehen“, ist ihr als Personalistin nur zu gut bewusst. Und wenn die Kollegen sie aktiv einbinden, etwa Besprechungen vorsorglich auf einen der beiden Tage legen, an denen sie in der Sparkasse ist.
Heute ist das „Modell Hasler“ stabil eingespielt. An den „Heimtagen“ arbeitet Lucia Hasler gerne vormittags. Wenn sich abends die Jungs auf den Papa stürzen, der Haushalt erledigt ist und im Homeoffice nichts mehr wartet, hat sie manchmal richtig frei.
Von der Theoretikerin in Sachen flexibler Arbeitszeitmodelle ist sie zur Praktikerin geworden.
In der Zukunft werden ihre Erfahrungen wertvoll sein: Für Kollegen, die einen ähnlichen Weg suchen. Und für die Sparkasse als Arbeitgeber, der auf die Erfordernisse der Zeit antwortet.

Wir glauben an die Vereinbarkeit von Beruf und Familie!

Neben dem Arbeitgeber Sparkasse federführend an der „Geschichte Hasler“ beteiligt:
Ehemann Robert (nahm zwei Mal Väterkarenz), Jonathan und Jacob (gehen mittlerweile zur Schule und in den Kindergarten).
Ebenfalls tragende Säulen des „Modells Hasler“: Zwei Omas, eine Tagesmutter – und bei der Sparkasse „die besten Kollegen der Welt“.
#glaubandich

Maßnahmen

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie hat als einer der Grundwerte der Sparkasse Niederösterreich Mitte West AG bereits lange Tradition. Die Mitarbeiterzufriedenheit und die soziale Verantwortung allen Mitarbeiter/innen gegenüber wahrzunehmen liegt uns am Herzen! Unser Ziel ist weiterhin, vorhandene Maßnahmen zu optimieren, neue Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen, laufend informieren und kommunizieren.

  • Variable Arbeitszeit – ermöglicht für alle Mitarbeiter/ innen, individuell für den
  • Unterstützung vor-während-nach der Karenz (Informationsblatt für werdende Eltern, Gesprächsleitfaden als Begleitung bis zum Wiedereinstieg, lfd. Kontakt/Information an Karenzierte, Babypaket zur Geburt, Einladung zum Babybrunch, Angebote in der Kinderbetreuung)
  • Papamonat/Väterkarenz
  • Angebote im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung, Obstkorb für alle Filialen/Abteilungen, spannende Fachvorträge (Einladung mit Partner/in), div. Angebote des Betriebsarztes (kostenloser Wirbelsäulencheck und Sehtest, Impfaktionen, …), Massagen (Shiatsu), Unterstützungen in der Pflege (Hilfe in Notsituationen, hilfreiche Links jederzeit abfragbar, Bedarfserhebung und Information über Ergebnis); Auszeichnung mit dem Gütesiegel für betriebliche Gesundheitsförderung (seit 2012)
fub logo
Grundzertifikat

2007

Zertifikat 1

2010

Zertifikat 2

2013

Zertifikat 3

2016

Zertifizierung bis

2019

Auditor

KiBiS Work-Life Management GmbH

Best Practice Maßnahmen

Zweimal im Jahr findet der sogenannte „BABY-BRUNCH“ statt. Karenzierte Mitarbeiter/innen und deren Kinder sollen einen gemütlichen und informativen Vormittag verbringen. Einerseits sollen die Mitarbeiter/innen auf den aktuellen Stand des Unternehmens gebracht werden, andererseits soll ein informativer Elternaustausch stattfinden. Die Kinder haben Gelegenheit zu spielen und allen teilnehmenden Personen werden Verpflegungen geboten. Im Sommer kann der „Baby Brunch“ bereits zum 2. Mal im Garten einer Kinderbetreuungseinrichtung durchgeführt werden. Das Unternehmen bietet im Rahmen dieses Vormittages auch ein Einzelgespräch mit dem Leiter der Personalabteilung an, um sich individuelle Beratung zu holen oder auch arbeitstechnische Fragen individuell zu klären.
Das Gütezeichen berufundfamilie wird von der Sparkasse Niederösterreich Mitte West Aktiengesellschaft gezielt im Recruiting und bei Ausschreibungen verwendet. Zudem wird es auch auf Einladungen und Inseraten angebracht. Auf diese Weise wird das familienfreundliche Engagement auch nach außen kommuniziert.